Die Bandscheibe

Die Bandscheibe ist eine Gewebeschicht, die sich zwischen den Wirbelkörpern unserer Wirbelsäule befindet.

Die Bandscheiben haben die Funktion Bewegungen abzufedern und somit das Gehirn zu schützen. Außerdem geben sie dem Körper die Beweglichkeit.

Die Bandscheibe besteht aus einem gallertartigen Kern, der von einem Faserknorperlring umgeben wird. An der Ober- und Unterseite der Bandscheibe befindet sich eine weitere Knorpelschicht, die Hyalinknorpelschicht.

Der Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall ist die Belastung auf die Bandscheibe so groß, dass der den Kern umgebende Faserknorpelring reißt und ein Teil der Gallertmasse des Kerns austritt.

Die Bandscheibe verliert hierbei auch erheblich an Höhe und Elastizität. Deshalb bleiben auch ausgeheilte bzw. schmerzfreie Bandscheibenvorfälle immer eine Schwachstelle des Körpers.

Die typischen Bandscheibenvorfall Symptome gibt es nicht: Häufig treten neben Rückenschmerzen auch Taubheitsgefühle in den Beinen auf.

E-Book Download

  • 10 Tipps für einen schmerzfreien Alltag
  • Meine Erfahrungen mit verschiedenen Behandlungen
  • Die besten Sportübungen für den Aufbau der Rückenmuskulatur
  • Worauf Sie bei der Arztwahl achten sollten
  • Tipps zum Umgang mit Arbeitgebern und Krankenkassen
  • Interview mit einem Orthopäden
  • Homöopathie: Was Ihnen eventuell helfen kann

Bandscheibenvorwölbung

Bei starken Belastungen des Rückens, beispielsweise bei schwerem Heben oder Schieben, aber auch durch Unfälle und Stürze oder durch Abnutzungserscheinungen, können die Bandscheiben oder auch nur eine davon so stark / falsch belastet werden, dass der Faserknorpelring dem Druck des Gallertkerns nachgibt und sich ein Stück über den Wirbelkörper hinausdrücken lässt.

Dabei verliert die Bandscheibe an Höhe und verändert ihre Form. Je nach dem in welche Richtung die Bandscheibe über den Wirbelkörper hinausragt entstehen Schmerzen und Bewegungseinbußen oder aber die Bandscheibenvorwölbung bleibt unbemerkt.

Eine Bandscheibenvorwölbung bezeichnet man auch als Diskusprotrusion und ist meist die Vorstufe zum Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps). Wer hiervon betroffen ist, hat oftmals noch keine Beschwerden. Wer gezielt die Rückenmuskulatur trainiert und es vermeidet, den Rücken zu belasten, insbesondere das Heben unterlässt, kann einen Bandscheibenvorfall verhindern oder zumindest aufschieben. Die richtigen Maßnahmen sollten mit dem Arzt (Orthopäden) besprochen werden.

Bandscheibenvorfall Symptome

Sowohl die Bandscheibenvorwölbung als auch der Bandscheibenvorfall kann komplett symptomlos verlaufen und wird oft erst nach Jahren per Zufall oder überhaupt nie entdeckt. Dies ist der Fall, wenn die Vorwölbung oder die Gallertmasse zwar austreten, aber kein anderes Gewebe eingeengt wird.

Oftmals drücken vorgewölbte oder gerissene Bandscheiben auf die im Wirbelkanal der Wirbelsäule verlaufenden Nerven, klemmen diese ganz oder teilweise ein. Dabei entstehen akute Schmerzen in dem Versorgungsgebiet des abgeklemmten Nervens. Ein Schaden der Bandscheibe im Halswirbelsäulenbereich beispielsweise strahlt oft in einen oder beide Arme aus, in der Lendenwirbelregion sind die Schmerzen meist bis in den Fuß zu spüren. Der Schmerz kann so groß werden, dass jede Bewegung schmerzt. Nicht nur beim Laufen, Patienten klagen oftmals auch über Beschwerden beim Sitzen und Liegen.

Durch das Abklemmen kann es ebenso zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen mit kompletter Aussetzung des Gefühls kommen. Weitere Bandscheibenvorfall Symptome sind auch Muskelabschwächungen (aufgrund der fehlenden Rückmeldung des Nervens an das Gehirn) bis hin zu Muskellähmungen mit einhergehenden Beweglichkeitseinbußen. Auch kann es zu Abschwächungen oder Ausfällen von Reflexen in der betroffenen Körperregion kommen.

Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfälle können sich jedoch auch durch einfache bis starke Rückenschmerzen direkt im betroffenen Bereich des Rückens bemerkbar machen. Durch die Schmerzen werden oft unbemerkt Schonhaltungen eingenommen, die zu Muskelverspannungen und Fehlhaltungen führen können.

Wird eine Bandscheibenverletzung nicht behandelt, kann es im Laufe der Zeit zu einer Verknöcherung der verletzten Bandscheibe oder vielmehr des hervorstehenden Bandscheibengewebes kommen. Dies lässt die Schmerzen komplett verschwinden, schränkt aber auch die Bewegungsfähigkeit ein, da die Stelle versteift. Eine Behandlung ist dann empfehlenswert, wenn Sie unter akuten Bandscheibenvorfall Symptomen leiden.

Bandscheibenschäden treten meist in der Lendenwirbelsäule auf, da hier die Belastungen des Rückens am größten sind.

Um eine Bandscheibenverletzung vorzubeugen, sollte man die Muskeln des Bewegungsapparates stets gut trainieren, besonders die Bauch- und die große sowie die tiefe Rückenmuskulatur stützen und stabilisieren den Rücken. Außerdem kann man sich einfache Verhaltensregeln zum Sitzen, Stehen, Heben und sonstigen Bewegungen angewöhnen, die einen vor dem schmerzhaften Bandscheibenvorfall bewahren können.